Linn Reusse: Karriere, Theater, Filme und aktuelle Rollen der Schauspielerin

Linn Reusse ist eine deutsche Schauspielerin, die schon früh vor der Kamera stand und später vor allem auf großen Theaterbühnen bekannt wurde. Viele Zuschauer kennen sie noch als Titelheldin aus dem Kinofilm „Die Rote Zora“. Heute gehört sie zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg und arbeitet daneben für Film, Fernsehen, Hörspiel und weitere künstlerische Projekte.

Ihr Weg ist ungewöhnlich: Reusse begann bereits als Jugendliche mit Filmrollen, studierte später Schauspiel an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und war mehrere Jahre fest am Deutschen Theater Berlin engagiert. 2025 erhielt sie den Ulrich-Wildgruber-Preis. Im Sommer 2026 übernahm sie zudem eine besonders bekannte Theaterfigur: Hamlet.

Wer ist Linn Reusse?

Linn Reusse wurde 1992 in Berlin geboren. Offizielle Theaterbiografien nennen Berlin auch als den Ort, an dem ihre professionelle Laufbahn ihren Ausgang nahm.

Von 2012 bis 2016 studierte sie Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie allerdings bereits mehrere Jahre Erfahrung vor der Kamera und auf der Bühne gesammelt.

Ihr berufliches Profil ist heute breiter als bei vielen Schauspielerinnen, die vor allem aus Film und Fernsehen bekannt sind. Reusse arbeitet regelmäßig im Theater, übernimmt Film- und Fernsehrollen, spricht Hörspiele und Hörbücher und beschäftigt sich mit Live-Zeichnungen sowie Videoarbeiten für die Bühne.

BereichInformation
BerufSchauspielerin, Sprecherin
Geburtsjahr1992
GeburtsortBerlin
SchauspielstudiumHochschule für Schauspielkunst Ernst Busch
Studium2012–2016
Deutsches Theater BerlinEnsemblemitglied von 2016 bis 2023
Deutsches Schauspielhaus HamburgEnsemblemitglied seit der Spielzeit 2023/24
Bekannte frühe FilmrolleZora in „Die Rote Zora“
AuszeichnungenDaphne-Preis 2019, Ulrich-Wildgruber-Preis 2025

„Die Rote Zora“ machte Linn Reusse früh einem großen Publikum bekannt

Eine der wichtigsten frühen Stationen ihrer Karriere war „Die Rote Zora“. In dem 2008 erschienenen Kinofilm von Regisseur Peter Kahane spielte Linn Reusse die Titelrolle.

Der Film basiert auf dem bekannten Jugendbuch „Die rote Zora und ihre Bande“ von Kurt Held. Reusse spielte Zora, die selbstbewusste Anführerin einer Gruppe von Kindern. Zu den weiteren bekannten Darstellern gehörten unter anderem Mario Adorf, Ben Becker und Dominique Horwitz.

Die Rolle ist für ihre Biografie besonders wichtig, weil Reusse damit schon als Jugendliche eine große Kinoproduktion anführte. Für viele Menschen, die heute nach ihrem Namen suchen, ist „Die Rote Zora“ noch immer die erste Verbindung zu ihrer Arbeit.

Weitere frühe Film- und Fernsehproduktionen folgten. Dazu gehörten unter anderem „Tischlein deck dich“, „Bloch“ und „Goethe!“.

Später spielte sie auch im Fernsehfilm „Unterm Radar“. Der Schwerpunkt ihrer Karriere verlagerte sich mit der Zeit jedoch immer stärker auf das Theater.

Schauspielstudium und die Jahre am Deutschen Theater Berlin

Von 2012 bis 2016 absolvierte Linn Reusse ihre professionelle Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Die Schauspielschule gehört zu den bekannten Ausbildungsstätten für Schauspiel im deutschsprachigen Raum.

Schon vor und während des Studiums spielte Reusse auf Berliner Bühnen. Stationen waren unter anderem das Deutsche Theater Berlin, das Renaissance-Theater und das bat-Studiotheater.

Ab der Spielzeit 2016/17 gehörte sie fest zum Ensemble des Deutschen Theaters Berlin. Dort blieb sie bis 2023.

In diesen Jahren arbeitete sie mit verschiedenen bekannten Regisseurinnen und Regisseuren zusammen, darunter Stephan Kimmig, Daniela Löffner, Jossi Wieler, Karin Henkel und Timofej Kuljabin.

Zu ihren zahlreichen Theaterarbeiten gehörten Produktionen wie „Die Glasmenagerie“, „Phädra“, „Westend“, „Sommergäste“, „Hekabe – Im Herzen der Finsternis“, „Fräulein Julie“ und „Angabe der Person“.

2018 trat Reusse außerdem bei den Nibelungen-Festspielen in Worms auf. In „Siegfrieds Erben“ spielte sie Swanhild, die Tochter von Siegfried und Kriemhild.

Ein wichtiger Erfolg folgte 2019. Linn Reusse erhielt den Daphne-Preis der TheaterGemeinde Berlin. Der Preis zeichnet junge Künstlerinnen und Künstler für besondere darstellerische Leistungen in der Berliner Kulturszene aus.

Wechsel nach Hamburg und der Ulrich-Wildgruber-Preis

Nach vielen Jahren am Deutschen Theater Berlin begann für Linn Reusse 2023 ein neuer Abschnitt. Seit der Spielzeit 2023/24 gehört sie zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg.

Kurz vor diesem Wechsel war sie 2023 auch bei den Salzburger Festspielen zu sehen. In Ulrich Rasches Inszenierung von Lessings „Nathan der Weise“ gehörte sie zum Ensemble.

In Hamburg war und ist Reusse in verschiedenen Produktionen zu erleben. Dazu zählen unter anderem „Die Abweichlerin“, „Macht“, „Drosseln“ und weitere Arbeiten des Hauses.

Besonders wichtig für ihre jüngere Karriere war das Jahr 2025. Im Januar erhielt sie den Ulrich-Wildgruber-Preis. Die Auszeichnung ist nach dem 1999 verstorbenen Schauspieler Ulrich Wildgruber benannt und richtet sich an Schauspielerinnen und Schauspieler, die durch ihre Arbeit besonders auf sich aufmerksam machen.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis würdigte Reusses Fähigkeit, ihren Figuren gleichzeitig Verletzlichkeit und Widerstandskraft zu geben.

Die Auszeichnung zeigt auch, wie sehr sich ihre Laufbahn seit „Die Rote Zora“ verändert hat: Aus einer bekannten Kinderdarstellerin wurde eine Schauspielerin, deren Arbeit vor allem im anspruchsvollen deutschsprachigen Theater wahrgenommen wird.

Film, Fernsehen, Hörspiel und ihre Arbeit mit Bildern

Obwohl das Theater einen großen Teil ihrer Laufbahn ausmacht, arbeitet Linn Reusse weiterhin für Film und Fernsehen.

Ein jüngeres Beispiel ist „Prange – Man ist ja Nachbar“. Die NDR-Komödie mit Bjarne Mädel, Katharina Marie Schubert und Olli Dittrich wurde im Dezember 2025 im Ersten ausgestrahlt. Linn Reusse spielte darin Kathrin, genannt „Die Elblette“.

Zu ihren früheren Arbeiten zählen außerdem „Letzte Spur Berlin“, „Unterm Radar“, „Goethe!“ und verschiedene weitere Film- und Fernsehproduktionen.

Daneben arbeitet Reusse als Sprecherin für Hörspiele und Hörbücher.

Eine weitere Seite ihrer künstlerischen Arbeit ist weniger bekannt: Sie beschäftigt sich mit Live-Zeichnungen und Video-Kunst. Zeichnungen und Animationen können dabei Teil einer Theaterinszenierung werden. Sie war beispielsweise an entsprechenden visuellen Arbeiten für verschiedene Bühnenprojekte beteiligt.

Reusse ist außerdem Teil des Neuen Künstlertheaters. Gemeinsam mit der Journalistin Maja Goertz arbeitet sie am Projekt „Semikolon“, das sich mit Themen rund um psychische Gesundheit beschäftigt.

Damit beschränkt sich ihre Arbeit nicht darauf, fertige Rollen zu spielen. Sie beteiligt sich auch auf anderen Wegen an der Gestaltung von Theater und Kunst.

Familie, Partner und Privatleben: Was ist wirklich bekannt?

Über das Privatleben von Linn Reusse gibt es deutlich weniger verlässliche Informationen als über ihre berufliche Laufbahn.

Sie hat in Interviews über frühe Kontakte zur Theaterwelt und über den Einfluss ihrer Familie gesprochen. Gleichzeitig hält sie viele persönliche Einzelheiten aus der Öffentlichkeit heraus.

Besonders bei Fragen nach einem Partner, Ehemann oder einer aktuellen Beziehung ist Vorsicht nötig. Es gibt derzeit keine ausreichend verlässliche öffentliche Bestätigung, auf deren Grundlage eine bestimmte Person als aktueller Partner von Linn Reusse bezeichnet werden sollte.

Es wäre deshalb irreführend, Namen aus einzelnen Webseiten oder aus Spekulationen als bestätigte Beziehung darzustellen.

Auch bei ihrem Alter ist eine saubere Formulierung sinnvoll. Offizielle Theaterbiografien bestätigen das Geburtsjahr 1992. Wer eine möglichst verlässliche Angabe verwenden möchte, kann sie daher als Jahrgang 1992 bezeichnen, ohne unnötig weitergehende persönliche Daten zu verbreiten.

Was macht Linn Reusse 2026?

Auch 2026 bleibt Linn Reusse vor allem auf der Theaterbühne präsent.

Im Juni 2026 feierte am Deutschen Schauspielhaus Hamburg „Drosseln“ von Stef Smith Premiere. Reusse gehört zur Besetzung der Inszenierung.

Noch auffälliger war ein Projekt beim Lausitz Festival: Dort spielte Linn Reusse im August 2026 Hamlet in William Shakespeares gleichnamigem Drama. Die Inszenierung von Marcel Kohler brachte sie unter anderem mit Corinna Harfouch und Götz Schubert zusammen.

Dass die Hauptfigur Hamlet mit Linn Reusse besetzt wurde, passt zu einer Theaterlaufbahn, in der klassische Rollen immer wieder neu interpretiert werden. Es ist zugleich eine ihrer prominentesten aktuellen Bühnenaufgaben.

Parallel bleibt sie Ensemblemitglied des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Damit ist ihre Karriere derzeit klar vom Theater geprägt, ohne dass sie Film-, Fernseh- oder Sprecherarbeit vollständig aufgegeben hat.

Häufige Fragen zu Linn Reusse

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Wer ist Linn Reusse?
Linn Reusse ist eine deutsche Schauspielerin und Sprecherin aus Berlin. Sie arbeitet vor allem im Theater, ist aber auch aus Film und Fernsehen bekannt.

Wann wurde Linn Reusse geboren?
Offizielle Theaterbiografien geben als Geburtsjahr 1992 an.

War Linn Reusse die Rote Zora?
Ja. Im Kinofilm „Die Rote Zora“ von 2008 spielte sie die Titelrolle Zora.

Wo hat Linn Reusse Schauspiel studiert?
Sie studierte von 2012 bis 2016 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin.

Wo spielt Linn Reusse heute Theater?
Seit der Spielzeit 2023/24 gehört sie zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg.

Hat Linn Reusse einen Partner?
Eine aktuelle Partnerschaft ist öffentlich nicht zuverlässig bestätigt. Deshalb sollte keine bestimmte Person ohne belastbare Bestätigung als ihr Partner bezeichnet werden.

Welche Auszeichnungen hat Linn Reusse erhalten?
Sie erhielt 2019 den Daphne-Preis der TheaterGemeinde Berlin und 2025 den Ulrich-Wildgruber-Preis.

Linn Reusse hat den seltenen Weg von einer frühen Kinohauptrolle zu einer langfristigen Karriere auf großen deutschsprachigen Theaterbühnen geschafft. Besonders ihre Jahre am Deutschen Theater Berlin, der Wechsel nach Hamburg, ihre Auszeichnungen und die Hamlet-Rolle 2026 zeigen, wie stark sich ihr künstlerisches Profil entwickelt hat. Wer ihre nächsten Arbeiten verfolgen möchte, findet die verlässlichsten aktuellen Angaben in den Spielplänen der Theater und Festivals, an denen sie beteiligt ist.

Helmut Winkler
Helmut Winklerhttps://frischmagazin.de
Helmut Winkler ist ein deutscher Autor bei frischmagazin.de, wo er mit frischem Blick über Lifestyle, Gesellschaft und aktuelle Trends schreibt. Sein unterhaltsamer, gut recherchierter Schreibstil macht seine Artikel sowohl informativ als auch angenehm zu lesen. Helmut hat ein feines Gespür dafür, was seine Leserinnen und Leser bewegt, und verbindet dies mit einer sorgfältigen journalistischen Herangehensweise.
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