Béla Réthy: Karriere, Herkunft und Comeback 2026

Béla Réthy gehört zu den bekanntesten Sportjournalisten und Fußballkommentatoren des deutschen Fernsehens. Mehr als drei Jahrzehnte lang begleitete seine Stimme große Spiele im ZDF – von Welt- und Europameisterschaften bis zur Champions League. Besonders eng verbunden wird er mit dem EM-Triumph Deutschlands 1996 und dem historischen 7:1 gegen Brasilien bei der WM 2014.

Seit Ende 2022 ist Réthy nicht mehr regulär als ZDF-Livekommentator tätig. Ganz verschwunden ist er vom Fußball jedoch nicht. Im August 2026 kehrte der 69-Jährige für einen besonderen Einsatz bei EintrachtTV noch einmal ans Mikrofon zurück. Damit bekam seine ohnehin ungewöhnliche Karriere ein weiteres Kapitel.

Wer ist Béla Réthy?

Béla Réthy ist ein deutscher Sportjournalist und ehemaliger ZDF-Livekommentator mit ungarischen Familienwurzeln. Er wurde am 14. Dezember 1956 in Wien geboren. Einen wichtigen Teil seiner Kindheit verbrachte er in Brasilien, später lebte die Familie im Rhein-Main-Gebiet.

MerkmalInformation
NameBéla Réthy
Geburtsdatum14. Dezember 1956
GeburtsortWien, Österreich
Alter69 Jahre, Stand September 2026
BerufSportjournalist und Fußballkommentator
Bekannt durchFußballübertragungen im ZDF
ZDF-Abschied als Livekommentator14. Dezember 2022
Letztes reguläres ZDF-LivespielFrankreich gegen Marokko, WM 2022
Besonderer Mikrofon-Einsatz 2026FSV Frankfurt gegen Eintracht Frankfurt für EintrachtTV

Réthy war nach Angaben des ZDF seit der Weltmeisterschaft 1986 bei insgesamt zehn Fußball-Weltmeisterschaften für den Sender im Einsatz. Während seiner späteren Jahre gehörte er zu den Stimmen, die das deutsche Fernsehpublikum regelmäßig durch die größten internationalen Fußballspiele führten.

Sein Name steht deshalb nicht nur für einzelne Übertragungen. Für viele Zuschauer ist seine Stimme mit einer ganzen Epoche des deutschen TV-Fußballs verbunden.

Herkunft, Kindheit und Studium in Mainz

Réthys Biografie unterscheidet sich deutlich von der vieler deutscher Sportjournalisten seiner Generation. Er wurde in Wien als Sohn ungarischer Eltern geboren. Seine Familie zog anschließend nach São Paulo, sodass Brasilien während seiner Kindheit zu einer wichtigen zweiten kulturellen Heimat wurde.

Später kam die Familie ins Rhein-Main-Gebiet. Réthy lebte in Wiesbaden und begann an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ein Studium der Publizistik, Soziologie und Ethnologie.

Sein Studium schloss er allerdings nicht mit der ursprünglich geplanten Magisterarbeit ab. Réthy erklärte später selbst, dass der Einstieg ins Berufsleben zunehmend wichtiger geworden sei. Große Teile seiner Abschlussarbeit waren bereits geschrieben, doch die praktische journalistische Arbeit hatte zu diesem Zeitpunkt Vorrang.

Gerade seine internationale Kindheit sollte für seine spätere Karriere hilfreich werden. Réthy sagte über sich selbst, dass er sechs Sprachen spreche. Seine Verbindung zu Deutschland, Ungarn und Brasilien gab ihm bei internationalen Turnieren zudem einen kulturellen Hintergrund, den nur wenige deutsche Kommentatoren in dieser Form mitbrachten.

Besonders sichtbar wurde das bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Das Turnier fand in dem Land statt, in dem Réthy einen großen Teil seiner Kindheit verbracht hatte – und ausgerechnet dort kommentierte er eines der außergewöhnlichsten Spiele der Fußballgeschichte.

Wie Béla Réthy zum ZDF und an das Kommentatoren-Mikrofon kam

Bereits während seiner Studienzeit fand Réthy den Weg zum ZDF. Die räumliche Nähe spielte dabei eine wichtige Rolle: Wiesbaden und Mainz waren sein Lebensmittelpunkt, während das ZDF für einen jungen Journalisten die Möglichkeit bot, nicht nur regional, sondern bundesweit und international zu arbeiten.

Nach ersten praktischen Erfahrungen arbeitete er für die Sportredaktion des Senders. 1987 wurde Béla Réthy fest beim ZDF angestellt.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko war er bereits Teil des ZDF-Teams. Damals arbeitete er noch nicht in jener Rolle, mit der ihn Millionen Zuschauer später verbinden sollten. Réthy war unter anderem redaktionell für den erfahrenen Reporter Rolf Kramer tätig.

In den frühen 1990er-Jahren rückte er selbst immer stärker ans Live-Mikrofon. Ab der Weltmeisterschaft 1994 in den USA gehörte er regelmäßig zu den Kommentatoren der großen internationalen Fußballturniere.

Danach folgten fast drei Jahrzehnte an der Spitze der ZDF-Fußballberichterstattung.

Das ZDF bezifferte seine Bilanz bei seinem Abschied auf mehr als 380 Live-Spiele. Neben Welt- und Europameisterschaften kommentierte Réthy unter anderem Begegnungen der Bundesliga, der Champions League und weitere internationale Wettbewerbe. Auch außerhalb des Fußballs war er im Laufe seiner Karriere bei Sportübertragungen im Einsatz.

Die größten Spiele seiner Karriere

Einige Fußballspiele sind so stark mit Béla Réthy verbunden, dass sein Kommentar für viele Zuschauer Teil der Erinnerung an das Ereignis geworden ist.

Ein besonders wichtiger Moment war das EM-Finale 1996 zwischen Deutschland und Tschechien im Wembley-Stadion. Oliver Bierhoff erzielte in der Verlängerung das Golden Goal zum 2:1. Deutschland wurde Europameister – und Réthy kommentierte den entscheidenden Moment für das ZDF.

Für ihn selbst hatte dieses Finale eine besondere Bedeutung: Es war das erste große Endspiel seiner Kommentatorenkarriere und gleichzeitig der bis heute letzte EM-Titel der deutschen Männer-Nationalmannschaft.

Später kommentierte er die WM-Endspiele 2002, 2010 und 2018. Bei Europameisterschaften war er bei den Finals 1996, 2004 und 2012 am Mikrofon.

Auch zahlreiche Champions-League-Endspiele gehören zu seiner Bilanz. Hinzu kamen Begegnungen, die unabhängig von einem Finale Sportgeschichte schrieben.

Das prominenteste Beispiel ist das WM-Halbfinale Deutschland gegen Brasilien am 8. Juli 2014 in Belo Horizonte. Deutschland gewann mit 7:1. Réthy erklärte noch 2026, dass dies das Spiel sei, auf das er bis heute besonders häufig angesprochen werde.

Für ihn besaß die Partie noch eine zusätzliche persönliche Ebene. Brasilien war ein Land seiner Kindheit. Dass ausgerechnet Deutschland dort eine brasilianische Nationalmannschaft in einem WM-Halbfinale mit 7:1 besiegte, machte die Begegnung auch für den Kommentator zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.

Ein anderer denkwürdiger Einsatz entstand unfreiwillig bei der Europameisterschaft 2008. Während des Halbfinales Deutschland gegen die Türkei fiel zeitweise das internationale Fernsehbild aus. Réthy musste für die deutschen Zuschauer plötzlich beinahe wie ein Radioreporter beschreiben, was auf dem Spielfeld geschah.

Seine Arbeit erhielt auch journalistische Anerkennung. Réthy wurde mehrfach beim Herbert-Award ausgezeichnet, darunter als bester Livekommentator. 2009 erhielt er dort außerdem eine Auszeichnung für eine besonders emotionale Live-Reportage.

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Warum sein Kommentarstil sowohl Fans als auch Kritiker hatte

Béla Réthy war nie ein Kommentator, der beim Publikum völlig neutral wahrgenommen wurde. Seine tiefe Stimme, sein trockener Humor und seine mitunter pointierten Einschätzungen machten ihn unverwechselbar – sorgten aber regelmäßig auch für Diskussionen.

Gerade mit dem Aufstieg sozialer Netzwerke wurde Kritik an Fußballkommentatoren wesentlich unmittelbarer. Réthy beschäftigte sich mehrfach öffentlich mit diesem Wandel.

Dabei unterschied er zwischen sachlicher Kritik und persönlichen Angriffen. Inhaltlich begründete Kritik gehörte für ihn zum Beruf. Mit pauschalen Beleidigungen und anonymen Angriffen konnte er deutlich weniger anfangen.

Dass ein Kommentator bei Millionenpublikum polarisiert, ist allerdings kaum ungewöhnlich. Fußballspiele bieten viele Situationen, die unterschiedlich bewertet werden können. Fans betrachten Entscheidungen zudem häufig aus der Perspektive ihres eigenen Vereins oder ihrer Nationalmannschaft.

Bei Réthy kam hinzu, dass er über Jahrzehnte die größten Spiele kommentierte. Je bedeutender eine Partie war, desto stärker wurde jedes Wort wahrgenommen.

Seine lange Einsatzzeit und mehrere Medienpreise zeigen gleichzeitig, dass seine Karriere nicht allein über öffentliche Kritik erklärt werden kann. Innerhalb des deutschen Sportjournalismus gehörte Réthy über Jahrzehnte zu den etabliertesten Livekommentatoren.

Ruhestand, ZDF-Abschied und sein überraschendes Comeback 2026

Der reguläre Abschied vom Kommentatorenplatz hätte kaum symbolischer stattfinden können.

Am 14. Dezember 2022, seinem 66. Geburtstag, kommentierte Béla Réthy das WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Marokko in Katar. Frankreich gewann 2:0. Für Réthy endete damit nach mehr als 380 ZDF-Live-Spielen seine regelmäßige Laufbahn als Fußballkommentator.

Das ZDF bezeichnete die Partie ausdrücklich als Abschluss seiner großen Live-Reporter-Karriere.

Der Ruhestand bedeutete jedoch nicht, dass Réthy überhaupt nicht mehr im Fernsehen oder im Fußballumfeld auftauchte. Bereits 2023 arbeitete er für das ZDF an der „sportstudio reportage“ über 60 Jahre Bundesliga und führte dafür Gespräche mit zahlreichen bekannten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs.

Auch später nahm er an Interviews, Veranstaltungen und Fußballformaten teil.

Bei der Weltmeisterschaft 2026 erlebte er dann eine für ihn völlig neue Situation: Zum ersten Mal seit der WM 1986 arbeitete er nicht bei einer Weltmeisterschaft vor Ort. In einem Interview im Juni 2026 sprach er darüber, wie ungewohnt dieser Abstand nach vier Jahrzehnten im internationalen Fußballgeschäft sei.

Doch nur wenige Wochen später kam es zu einem überraschenden Mikrofon-Comeback.

Am 12. August 2026 kommentierte Réthy für EintrachtTV das Testspiel des FSV Frankfurt gegen Eintracht Frankfurt. Die Rückkehr hatte einen persönlichen Bezug: Réthy ist seit Jahrzehnten eng mit der Rhein-Main-Region verbunden und sympathisiert seit seiner Jugend mit Eintracht Frankfurt.

Dabei handelte es sich nicht um eine Rückkehr in seinen früheren Vollzeitjob beim ZDF. Vielmehr war es ein besonderer Einzelauftritt, der zeigte, dass Réthy auch im Ruhestand weiterhin Freude am Fußball und am Kommentieren hat.

Was ist über Frau, Kinder und Privatleben bekannt?

Über sein Privatleben spricht Béla Réthy erheblich weniger als über Fußball und Journalismus.

Mehrere etablierte Medien nennen ihn als Vater von zwei Kindern. Dass er einen Sohn hat, bestätigte Réthy auch indirekt selbst: Im Juni 2026 erzählte er in einem Interview von der bevorstehenden Hochzeitsfeier seines Sohnes.

Details über seine Kinder hält er weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.

Auch bei der häufig gesuchten Frage nach einer Frau oder Ehefrau von Béla Réthy ist Vorsicht angebracht. Eine eindeutig belegte und von ihm öffentlich bestätigte Identität einer Ehepartnerin ist in zuverlässigen öffentlichen Quellen nicht klar dokumentiert. Es wäre daher unseriös, Namen aus schwach belegten Promi-Seiten oder Spekulationen als Tatsache darzustellen.

Ähnlich sieht es bei seinem angeblichen Vermögen oder früheren ZDF-Gehalt aus. Belastbare öffentlich bestätigte Zahlen gibt es dazu nicht. Konkrete Beträge, die im Internet ohne nachvollziehbare Grundlage genannt werden, sollten deshalb nicht als gesicherte Fakten verstanden werden.

Häufige Fragen zu Béla Réthy

Wie alt ist Béla Réthy?
Béla Réthy wurde am 14. Dezember 1956 geboren und ist im September 2026 69 Jahre alt. Am 14. Dezember 2026 wird er 70.

Wo wurde Béla Réthy geboren?
Er wurde in Wien geboren. Seine Eltern stammten aus Ungarn. Einen wichtigen Teil seiner Kindheit verbrachte er in São Paulo in Brasilien, bevor die Familie ins Rhein-Main-Gebiet zog.

Kommentiert Béla Réthy noch Fußballspiele?
Nicht mehr regulär für das ZDF. Seine ZDF-Livekarriere endete 2022. Im August 2026 kommentierte er jedoch einmalig für EintrachtTV das Testspiel zwischen FSV Frankfurt und Eintracht Frankfurt.

Was war das letzte ZDF-Spiel von Béla Réthy?
Sein letzter regulärer Einsatz als ZDF-Livekommentator war das WM-Halbfinale Frankreich gegen Marokko am 14. Dezember 2022.

Welche berühmten Spiele hat Béla Réthy kommentiert?
Dazu zählen unter anderem das EM-Finale 1996, die WM-Endspiele 2002, 2010 und 2018 sowie Deutschlands historischer 7:1-Sieg gegen Brasilien im WM-Halbfinale 2014.

Hat Béla Réthy eine Frau und Kinder?
Über eine Ehepartnerin gibt es keine ausreichend klar bestätigten öffentlichen Informationen, die eine namentliche Zuordnung rechtfertigen würden. Mehrere etablierte Medien berichten, dass Réthy zwei Kinder hat; über seinen Sohn sprach er 2026 selbst öffentlich.

Wie hoch sind das Vermögen und das frühere Gehalt von Béla Réthy?
Dazu gibt es keine zuverlässig bestätigten öffentlichen Zahlen. Konkrete Vermögens- oder Gehaltsangaben sollten daher nicht ohne belastbare Belege als Tatsache übernommen werden.

Was von Béla Réthys Karriere bleibt

Béla Réthy war weit mehr als nur die Stimme einzelner Fußballspiele. Seine Karriere verlief parallel zu einer Zeit, in der große Länderspiele im linearen Fernsehen regelmäßig ein Millionenpublikum erreichten und Kommentatoren für Zuschauer fast genauso zum Ereignis gehörten wie Spieler und Trainer.

Vom EM-Golden-Goal 1996 über das WM-Finale Deutschland gegen Brasilien 2002 bis zum 7:1 von Belo Horizonte 2014 kommentierte Réthy Momente, die bis heute zur deutschen Fußballgeschichte gehören.

Sein offizieller ZDF-Abschied erfolgte 2022, doch das überraschende EintrachtTV-Comeback im August 2026 zeigt: Ganz lässt ihn das Mikrofon offenbar noch nicht los. Wer wissen möchte, ob weitere Auftritte folgen, sollte sich an bestätigte Ankündigungen von Sendern, Vereinen oder Réthy selbst halten – gerade bei Angaben über sein Privatleben sind Spekulationen keine verlässliche Quelle.

Quellen für die Recherche

Für die Faktenprüfung wurden unter anderem das ZDF-Presseportal zum letzten ZDF-Liveeinsatz, den zehn Weltmeisterschaften und mehr als 380 Live-Spielen, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit Réthys Aussagen zu Studium, Herkunft, Sprachen und seinem Einstieg beim ZDF, das SPORT1-Interview mit Béla Réthy vom Juni 2026 zu seiner Karriere und seinem Leben nach dem ZDF, Eintracht Frankfurt zum Kommentatoren-Comeback im August 2026 sowie die ZDF-Mitteilung zu Réthys Herbert-Award als bestem Livekommentator herangezogen. Ergänzend wurden aktuelle und etablierte Medienberichte zur Einordnung von Privatleben und Karriere geprüft.

Helmut Winkler
Helmut Winklerhttps://frischmagazin.de
Helmut Winkler ist ein deutscher Autor bei frischmagazin.de, wo er mit frischem Blick über Lifestyle, Gesellschaft und aktuelle Trends schreibt. Sein unterhaltsamer, gut recherchierter Schreibstil macht seine Artikel sowohl informativ als auch angenehm zu lesen. Helmut hat ein feines Gespür dafür, was seine Leserinnen und Leser bewegt, und verbindet dies mit einer sorgfältigen journalistischen Herangehensweise.
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